Rund 57 Millionen Menschen in Deutschland besitzen ein Handy. Besonders bei den jüngeren Generationen ist das Smartphone ein ständiger Begleiter. Wer da aber glaubt, die Deutschen quasseln ständig in ihr Telefon, hat weit gefehlt. Das Handy wird heutzutage viel weniger zum Telefonieren genutzt als früher. Vielmehr findet es seinen Nutzen für Textnachrichten und zum Surfen im Internet. Vor allem jüngere Handynutzer telefonieren nur noch selten mit ihrem Smartphone. Viele von ihnen geben an, sich beim Telefonieren unwohl zu fühlen und sich lieber über Whatsapp, SMS und andere Messenger auszutauschen.

Wenn aus Abneigung Angst wird

Immer häufiger entwickelt sich deshalb diese Abneigung zum Telefonieren zu einer Phobie. Menschen, die an einer Telefon-Phobie leiden, habe richtige Angstzustände, wenn sie irgendwo anrufen müssen oder plötzlich ihr Handy mit einem eingehenden Anruf klingelt. Die Angst kann vielerlei Ursachen haben. Bei manchen ist es die Angst, sich beim Gesprächspartner durch Stottern oder verhaspeln zu blamieren. Andere scheuen einen eventuellen Konflikt am Telefon. Welche Ursachen auch dahinterstecken, für die Betroffenen ist jeder Anruf ein Albtraum.

Was bei Angst vorm Telefonieren helfen kann

Dabei ist die Angst vorm Telefonieren aber noch lange kein Grund zum Verzweifeln, denn sie lässt sich relativ leicht mit ein paar Übungen bekämpfen. Der sicherste Weg gegen die Angst ist die Gewöhnung. Wer immer wieder kürzere Telefongespräche führt, bekommt schnell eine Routine. Da meistens die Angst bei Gesprächen mit fremden Menschen am größten ist, hilft es hier oft kurze Anrufe zu tätigen. Wer einfach mal seine Pizza telefonisch bestellt, anstatt über das Internet oder sich einen Termin kurz telefonisch bestätigen lässt, anstatt über SMS oder E-Mail, merkt nach kurzer Zeit schon Fortschritte im Umgang mit dem Telefonat. Bei längeren Gesprächen hilft es, schriftlich festzuhalten, was man ansprechen möchte. Ein Merkzettel ordnet schon beim Schreiben die Gedanken und setzt den Fokus auf das bevorstehende Gespräch. Das vermittelt Sicherheit und vermindert das Gefühl von Hilflosigkeit am Hörer.